Bildungstruck sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für moderne Sklaverei













In der Woche vom 22. Juni bis zum 26. Juni 2026 haben unsere Schülerinnen und Schüler eine besondere Lerngelegenheit erhalten. Der neue missio-Truck mit seiner Ausstellung „Eine Welt. Keine Sklaverei“ war bei uns an der Schule zu Gast. Die Teilnehmenden konnten die kostenlose Ausstellung besichtigen und herausfinden, was genau moderne Sklaverei ist, von der heute mehr als 50 Millionen Menschen betroffen sind.
Die Schülerinnen und Schüler wurden mit einem Workshop auf die Vielfältigkeit und Komplexität des Themas vorbereitet, bevor sie sich die Ausstellung ansahen. Es waren zwei Referenten vor Ort, die die Ausstellung begleiteten. Der missio-Truck bot auch, geführt von der virtuellen Begleitfigur „Chris“, einen 25-minütigen Rundgang durch fünf thematisch gestaltete multimediale Räume. Gruppen von drei Personen konnten so interaktiv die bedrückende Wirklichkeit moderner Sklaverei in verschiedenen Kontexten erkunden – auf Teeplantagen in Indien, in deutschen Fleischfabriken oder auch auf Kreuzfahrtschiffen. Dabei ist deutlich geworden, was moderne Sklaverei auch mit unserem Leben in Deutschland zu tun hat.
Die Nutzung von Augmented-Reality (AR) verstärkte die Erfahrung während des Besuchs, indem die Gegenstände virtuell zum Leben erweckt wurden. Das Orangensaftglas erzählte so vom Schicksal eines Geflüchteten aus dem Sudan, das Smartphone verwies auf Kinder, die auf Schrotthalden in Ghana arbeiten. Mit Originalobjekten, interaktiven Grafiken und virtuellen Begegnungen mit Menschen aus allen Teilen der Welt wurden die verschiedenen Formen moderner Sklaverei sichtbar gemacht.
Die Teilnehmenden waren begeistert von dem missio-Truck: „Das Thema ist sehr interessant und es ist gelungen, das auch informativ und ansprechend zu gestalten. Sowas gelingt nur sehr selten, weil es schwierig ist, informativ und interessant zugleich zu sein“, sagte ein Schüler nach seinem Besuch im Truck.
„Der missio-Truck macht nicht nur den dramatischen Lebensalltag von Menschen, die heute in sklavenähnlichen Verhältnissen leben, erfahrbar und sensibilisiert so Besucherinnen und Besucher für das Thema. Er zeigt zugleich auch Wege auf, wie jeder einzelne von uns einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten kann“, erklärt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener.
Wir bedanken uns recht herzlich bei dem gesamten missio-Team, dass sie unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben haben, durch den Besuch im missio-Truck ein tieferes Bewusstsein für die moderne Sklaverei zu erhalten.
missio-Truck – Die multimediale Ausstellung | missio (missio-hilft.de)
Bilder: Impressionen