Zwischen Schweigen und Erinnerung – ein Name gegen das Vergessen: Felix Löwenstein

30.04.2026
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Ein Bericht von Sabrina Moor, Michelle Stockert, Jacqueline Sygulla aus der FO24B4

Ein Stolperstein ist klein und wird in der Alltagshektik schnell übersehen. Genau das macht den Umgang problematisch. Erst wenn man stehen bleibt, wird klar, dass dahinter mehr steckt. So begann der Unterrichtsgang der Klassen FO24B4 und FO24C4 mit ihren Lehrerinnen Dr. Mareike Klekamp und Louisa Wichmann am Stolperstein für Felix Löwenstein vor dem Haus Neumarkt 4.

Zu nationalsozialistischer Zeit trug der Neumarkt den Namen „Adolf-Hitler-Platz“.

Dort lasen einige Schülerinnen und Schüler Textausschnitte zum Leben Löwensteins vor. Danach legten einige Rosen nieder und formulierten eigene Wünsche „Wir wünschen uns…“ im Kontext der Thematik. In diesem Moment wurde deutlich, dass es nicht nur um ein Unterrichtsthema im Religionsunterricht geht, sondern um das Leben eines bedeutsamen Menschen aus Osnabrück.

Anschließend ging es zum VfL Osnabrück. Heiko Schulze erklärte, wie das Leben in der Stadt während der nationalsozialistischen Zeit geprägt war. Ausgrenzung war Teil des Alltags. Auch der Fußball war davon betroffen: Jüdische Mitglieder wurden bereits 1926 aus dem Osnabrücker Turnverein ausgeschlossen.

Am Beispiel der Geschichte Felix Löwensteins und seiner Familie wurde nachvollziehbar, wie Ausgrenzung schrittweise zunehmen und schließlich zur vollständigen Entrechtung führen kann. Vor allem der Recherche des Historikers Heiko Schulze ist es zu verdanken, dass die Geschichte Löwensteins und anderer Osnabrücker jüdischen Glaubens so bekannt ist. Der VfL Fanbeauftragte David Kreutzmann unterstützt diese Erinnerungsarbeit.

Frank Lenger, der Urenkel von Felix Löwenstein, berichtete, dass das Thema in seiner Familie lange Zeit eher verschwiegen wurde. Das zeigt, dass Erinnerung nicht automatisch erhalten bleibt, sondern verloren gehen kann. Er zeigte eine Taschenuhr, den einzigen erhaltenen, persönlichen Gegenstand seines Urgroßvaters.

Zum Abschluss säuberten einige Schüler das Straßenschild am Felix-Löwenstein-Weg. Eine einfache Handlung, die deutlich macht, dass Erinnerung aktiv erhalten werden muss.

Bilder: Impressionen

Links: Stolpersteine Guide

            vfl - 75. Todestag von Felix Löwenstein

            Bistum Osnabrück - Zwei Sportler in der Blickpunktvitrine