SOLWODI – Geheime Wohnungen

Vortrag SOLWODI
Vortrag SOLWODI

Mitte Juni besuchten die Sozialarbeiterinnen Frau Haneke und Frau Lehmann von SOLWODI, einer inter­natio­nalen Menschen­rechts- und Hilfs­organi­sation zur Beratung und Betreuung von Opfern von Menschen­handel, Zwangs­prosti­tution und Beziehungs­gewalt, die drei Klassen der Fach­ober­schule FO17C2, FO17D2 und FO17E2.

SOLWODI steht für „Soli­darität mit Frauen in Not – Solidarity with women in distress“. Als der Sex­tourismus aufkam, wurde SOLWODI 1985 in Kenia gegründet. Deutsch­land­weit gibt es 18 Be­ratungs­stellen. In einer Schutz­wohnung in Osnabrück stehen 6 Plätze zur Ver­fügung, die zurzeit alle belegt sind. Die Frauen kommen aus Bulgarien, Nigeria und Rumänien.

Die beiden Sozial­arbeite­rinnen klärten die viele Fragen stellenden Schüle­rinnen und Schüler auf, wie Menschen­handel geschieht und welche Zwänge ausgeübt werden, um Frauen sexuell aus­zu­beuten. Prosti­tution findet in Stadt und Land­kreis Osnabrück zu drei Viertel als Bordell- bzw. Wohnungs­prostitution statt. Die gefähr­lichste Art ist die Straßen­prosti­tution. Seit dem 1. Juli 2017 gilt das Prosti­tuierten­schutz­gesetz, das die Prosti­tuierten zu gesund­heit­lichen Beratungen sowie einer Anmeldung beim Ordnungs­amt verpflichtet. Ebenso wie Frauen­recht­lerinnen von Terre des Femmes spricht sich SOLWODI für das so­genannte schwedische Modell aus. In Schweden ist der Kauf sexueller Dienst­leistungen unter Strafe gestellt; auch in Norwegen und Frankreich. Jedoch gibt es für das schwedische Modell momentan keine politische Mehrheit.

„Gekaufte Sexualität“ war Inhalt der Unterrichts­reihe „Liebe-Ehe-Sexualität“ im Religions­unterricht von Frau Kohlsaat und Frau Dr. Klekamp, die den Besuch organisiert hatten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage von SOLWODI .