Schülerforum to go – Hoffnungs­geschichten

In diesem Jahr fällt alles aus! Oder doch nicht? Unter der Maxime „Schülerforum to go“ bot die Ev.-Luth. Landeskirche Hannover den Schulen in Nieder­sachsen ein breit gefächertes Angebot an Themen und Referenten an, die Workshops in unseren Klassen­zimmern durchführten. Bei uns im beruf­lichen Gymnasium fanden drei Workshops statt:

„Was kommt bei uns auf den Teller?“

Referentin Frau Rico

Referentin Frau Rico


Quiz Tierhaltung

Im Religionskurs 13 (Andrea Ernst) referierte Frau Rico des Vereins Mamoma (Mastanlagen, Monokulturen, Mahlzeit) über ethisch sinnvollen Konsum. Zunächst wurden wir mit einem Quiz „1, 2 oder 3“ auf die Thematik eingestimmt. In einem darauf­folgenden Film wurden eindrucksvoll die Folgen des eigenen Konsums dargestellt. Es ging zum Beispiel um die Folgen des hohen Fleisch­konsums in Deutschland, um die Rodung der Regenwälder, die Folgen des Sojaanbaus als Tierfutter, den Wasser­verbrauch usw.

Schließlich stellten wir uns die Frage: Was können wir selbst tun, um ethisch sinnvoll zu konsumieren?

„Rassismus ist nicht angeboren“

Herr Thomas Wojciechowski vom Ev.-Luth. Missions­werk in Nieder­sachsen (ELM) referierte im Religions­kurs des Jg. 11 (Martin Zickert) über die Bedeutung, den Umgang und die Ausprägungen von Rassismus im Alltag aus verschiedenen Perspektiven. Besonderen Bezug nahm er auf seine Erfahrungen mit den Folgen der Apartheit aus seiner Zeit in Südafrika. Ziel war es, den eigenen Blick für Rassismus im Alltag zu schärfen und auch das eigene Handeln immerwährend zu reflektieren. Denn Rassismus hat mannig­faltige, in Teilen sehr versteckte Ausprägungen, die im Alltag nicht immer gleich auffallen, wohl aber konsequent angegangen werden müssen.

Insgesamt wurde die Thematik mit medial-methodischer Unter­stützung (Meinungs­abfrage im Kurs, Kurzvideos zum Thema, Blick auf Werbung in der Wirtschaft…) abgerundet und ansprechend präsentiert.

„Ich bleibe, geh du doch!“

Im Religionskurs 11 (Corinna Simon) stieß Frau Therese Heitrich von Kultur­pixel, einem Verein für gesell­schaft­liche Vielfalt, eine Debatte über den gegen­seitigen Umgang von Frauen und Männern in sozialen Netzwerken an. Begriffe wie Antifeminismus, Misogynie, Toxische Männlichkeit, Victim Blaming, Gas­lighting, Tone Policing und Silencing wurden von den Schülerinnen und Schülern genauer unter die Lupe genommen. Zudem wurde diskutiert, wo und in welchen Ausdrucks­formen Gewalt stattfindet und was wir persönlich damit zu tun haben. Die Schlüssel­frage des Workshops lautete abschließend: Was können wir – in persönlicher und gesellschaft­licher Hinsicht (v. a. im Bereich Social Media) – gemeinsam tun, um gewalttätige Kommunikation zu verhindern?