Industriekaufmann/-frau

Aktuelles

Hier geht es zur Anmeldung und Einschulung 2018/19

Allgemeines

Industriekaufleute arbeiten in Industrieunternehmen unterschiedlicher Größen und Rechtsformen. Im Einkauf vergleichen Sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten über Einkäufe und ermitteln neue Bezugs­quellen. Im Rahmen der Produktionswirtschaft planen, steuern und überwachen Sie Produktions­prozesse, erstellen Auftragsbegleitpapiere, Kalkulationen und Preislisten. Sie führen Verhandlungen mit Kunden und erarbeiten Marketingstrategien. Daneben sind sie in den Bereichen des Rechnungswesens und der Finanzwirtschaft sowie im Personalwesen tätig.

Aufnahmevoraussetzungen

Für die Ausbildung zum Industriekaufmann/zur Industriekauffrau wird in der Regel mindestens der Hauptschulabschluss vorausgesetzt, wobei die Mehrheit der Auszubildenden über einen Realschabschluss, die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife verfügt.

Dauer des Bildungsganges

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre mit der Möglichkeit zur Verkürzung auf 2,5 bzw. 2 Jahre. Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist im Teilzeitunterricht aus schulorganisatorischen Gründen nur bedingt empfehlenswert, da die Inhalte der Lernfelder 10 und 12 von den Auszubildenden zum Teil selbst erarbeitet werden müssen. Innerhalb des Blockunterrichts kann aus schulischer Sicht eine Verkürzung der Ausbildungsdauer auf 2,5 Jahre vorgenommen werden. Bei einer Verkürzung auf 2 Jahre werden die Inhalte aller Lernfelder komprimiert im Unterricht abgehandelt.

Unterrichtsinhalte

Durch die starke Kundenorientierung in den Industriebetrieben erfordern die Aufgabenstellungen der Industriekaufleute ein geschäftsprozessorientiertes Handeln. Die Entwicklung löst sich von dem abwicklungsorientierten Sachbearbeiter in klassischen Funktionsbereichen und wendet sich hin zu einem kundenorientierten Sachbearbeiter, der team- und prozessorientiert kundengerechte Problemlösungen erarbeitet. Dabei bedient er sich aktueller Informations-, Kommunikations- und Medientechniken.

Diese Grundgedanken setzt der Rahmenlehrplan insofern um, als die schulische Ausbildung in folgende Lernfelder gegliedert ist:

Lernfelder

Lernfelder
  1. In Ausbildung und Beruf orientieren
  2. Marktorientierte Geschäftsprozesse eines Industriebetriebs erfassen
  3. Werteströme erfassen und dokumentieren
  4. Wertschöpfungsprozesse analysieren und beurteilen
  5. Leistungserstellungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  6. Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  7. Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
  8. Jahresabschluss analysieren und bewerten
  9. Das Unternehmen im gesamt- und weltwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen
  10. Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren
  11. Investitions- und Finanzierungsprozesse planen
  12. Unternehmensstrategien, -projekte umsetzen

 
 
Folgendes Schaubild verdeutlicht die Einordnung der Lernfelder:

Im Rahmen der Blockbeschulung werden ab dem Schuljahr 2018/2019 wöchentlich zwei Stunden SAP Unterricht erteilt. Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse über Geschäftsprozesse zu vermitteln, die auf Basis eines ERP (Enterprise-Resource-Planning) Systems umgesetzt werden. Eine Zertifizierung direkt von SAP wird angestrebt.

Für die Auszubildenden zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau besteht zusätzlich die Möglichkeit an einer       KMK-Fremdsprachenzertifizierung teilzunehmen.

Unterrichtsorganisation

Bezüglich der Unterrichtsorganisation besteht die Möglichkeit, dass die Auszubildenden die Berufsschule in Form des Teilzeitunterrichts besuchen:

  • im 1. Ausbildungsjahr an 2 Tagen in der Woche,
  • im 2. und 3. Ausbildungsjahr an einem Tag
    bei ca. 8 - 9 Unterrichtsstunden pro Berufsschultag.

Ferner wird die Beschulung in Form des Blockunterrichts angeboten und folgendermaßen organisiert:

  • im 1. Ausbildungsjahr in zwei Blöcken mit ca. 6 Wochen Dauer und
  • im 2. und 3. Ausbildungsjahr in je einem Block mit jeweils ca. 13 Wochen.


Abschlüsse und Berechtigungen

ZwischenprüfungAbschlussprüfung

Zwischenprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung im Allgemeinen in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durchzuführen. Die Zwischenprüfung ist eine schriftliche Prüfung mit einem Zeitumfang von 90 Minuten, in denen 40 Aufgaben zu bearbeiten sind. Folgende Themengebiete bilden die Schwerpunkte:

  • Beschaffung und Bevorratung
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung wird eine Abschlussprüfung unter Federführung der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Sie besteht aus drei schriftlichen Prüfungsteilen und dem Prüfungsbereich "Einsatzgebiet".

Die schriftlichen Prüfungen umfassen folgende Bereiche:

  • Geschäftsprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Die Prüfung im Prüfungsgebiet „Geschäftsprozesse“ erfolgt am ersten Prüfungstag. Innerhalb von 180 Minuten müssen offene Fragen bearbeitet werden. Die Prüfungsgebiete „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“ (90 Minuten) und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ (60 Minuten) werden in Form von Multiple-Choice-Aufgaben am zweiten Prüfungstag geschrieben. Die schriftliche Sommerprüfung findet etwa Mitte Mai statt, die Winterprüfung gegen Ende des Monats November.

Prüfung im Einsatzgebiet

Die Prüfung im Einsatzgebiet umfasst eine Präsentation über eine im Ausbildungsunternehmen durchgeführte Fachaufgabe und ein sich daran anschließendes Fachgespräch. Der Termin für die Prüfung im Einsatzgebiet ist im Rahmen der Sommerprüfung kurz vor den Sommerferien und innerhalb der Winterprüfung im Januar.

Mit Bestehen der Abschlussprüfung endet die Ausbildung. Gleichzeitig erwirbt der Prüfling bei erfolgreichem Besuch der Berufsschule den Berufsschulabschluss. Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann der erweiterte Sek. I Abschluss erreicht werden.

Mit dem Erwerb des Berufsschulabschlusses besteht die Möglichkeit des Besuchs der Fachoberschule Wirtschaft; u. U. kann sich daran ein Fachhochschulstudium anschließen.

Bei vorhandener Hochschulreife ist z. B. ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschafts­lehre, der Informatik oder der Besuch eines anderen Studienganges an einer Hochschule denkbar.

Als berufsbegleitende Maßnahme werden nach einigen Jahren Berufserfahrung ferner Lehrgänge z. B. zum Industriefachwirt oder Bilanzbuchhalter angeboten.

Anmeldung

Bitte melden Sie alle neuen Auszubildenden im Sekretariat so frühzeitig wie mög­lich an, damit wir auf Grund der Anmeldezahlen die Klassenbildungen effizienter durchführen können. Füllen Sie dazu bitte den Anmeldebogen aus und senden Sie ihn per Mail zurück.

Einschulung 2018/19

Wahl der Unterrichtstage und weitere Infos zur Einschulung

Dreijährige Klassen

Wir planen für das kommende Schuljahr drei Parallelklassen für die konventionelle 3-jährige Beschulung der Auszubildenden im Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau.

Damit wir Ihre Wünsche weitgehend berücksichtigen können, bitten wir Sie, ausschließlich für die dreijährigen Auszubildenden in konventioneller Form die gewünschten Unterrichtstage zu wählen: Unterrichtstage wählen

Weitere Infos

  • Wir weisen darauf hin, dass die Klassenstärke in den Parallelklassen annähernd gleich sein muss, so dass wir u. U. nicht in jedem Fall Ihrem Wunsch entsprechen können.
  • Sie werden per E-Mail ab dem 25. Juli 2018 über die konkrete Klassenzuteilung Ihrer dreijährigen Auszubildenden informiert. Der Unterricht beginnt ab dem 9. August 2018.

Zweijährige Klasse

Die zweijährige Klasse IK18D4 wird am Donnerstag beschult. Erster Schultag ist Donnerstag, 9. August 2018 um 08:00 Uhr an den Berufsbildenden Schulen der Stadt Osnabrück am Schölerberg, Schölerbergstraße 20, 49082 Osnabrück.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Teamleiterin Frau Peters per E-Mail. Wir bitten von Anrufen bezüglich der Klassenzuteilung im Sekretariat abzusehen, da dort noch keine Informationen hinsichtlich der Klassenzuteilung vorliegen.

Ansprechpartnerin

Ihre Ansprechpartnerin ist Kerstin Peters, Tel.: 0541 50047-0    |    .