EZB-Politik mit Bundesbank-Stabsleiterin diskutiert und durchgespielt

Welche Maßnahmen wird die EZB im Fall einer mög­lichen Rezession ergreifen? Welche geld­poli­tischen Maß­nahmen können überhaupt noch eingesetzt werden, um die Kon­junktur zu fördern? Sind die aktuellen geld­politischen Maß­nahmen (Nullzins- und Negativ­zins­politik) über­haupt noch anti­zyklisch wirksam oder muss die Euro­päische Zentral­bank ganz neue, noch un­konven­tionellere Maß­nahmen er­greifen als sie es aktuell schon tut? Sind Heli­kopter­geld und Ab­schaffung des Bar­gelds eine echte Alter­native?

Diese und viele weitere Fragen beant­wortete uns Julia von Borstel, Stabs­leiterin der Deutschen Bundes­bank für Nieder­sachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, im Rahmen eines Plan­spiels. Bei diesem Workshop nahmen die Schüler und Schüle­rinnen in vier Gruppen die Rolle des Zentral­bankrats der Euro­päischen Zentral­bank ein und mussten auf Basis vor­ge­gebener konjunk­tureller Daten die aktuelle konjunk­turelle Situation ana­lysieren und geeignete geld­politische Maß­nahmen fest­legen sowie sie schließlich in einer Presse­konferenz begründen.

Abschließend hatte unsere Schüler­zeitung noch die Möglich­keit, mit Frau von Borstel ein Gespräch zu führen, das als Podcast angehört werden kann. Hierbei ging es u. a. um den Protektio­nismus Donald Trumps, die Geld­politik der FED im Vergleich zur EZB und die aktuelle Lage der Welt­wirt­schaft.

Alles in allem war das Plan­spiel eine gute und gelungene Vorbe­reitung auf das Abitur im Fach Volks­wirt­schaft und ein interes­santer, praxis­naher Exkurs mit Experten­be­gleitung.

Henri Philipp Werner und Moritz Bosse (Jahrgang 13)

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