Comenius Schulprojekt

Im Rahmen von Comenius wurden länderübergreifende Schulpartnerschaften und Schulprojekte gefördert. In unserem Comenius Projekt mit dem Titel „War and Peace“ arbeiteten wir von 2012-2014 mit folgenden Schulen zusammen:

 

Worum geht es in dem Projekt?

Krieg ist nichts als Drückebergerei vor den Aufgaben des Friedens.
Thomas Mann (1875-1955)

Im Jahr 2014 jährte sich der Beginn des ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Wir nahmen dies als Anlass uns mit der Thematik Krieg und Frieden zu beschäftigen, um Lehr-Lernmaterialien zu diesem Themenkomplex zu entwickeln. So wollten wir ein dynamisches, elektronisches Geschichtsbuch entwickeln. Wir hoffen damit den bisher über 60-jährigen Friedensprozess in Europa nachhaltig zu unterstützen.

Krieg ist für die jüngeren Generationen etwas Abstraktes geworden, Krieg ist eine Nachricht im Fernsehen oder ein Computerspiel. Zwar wissen wir um historische Fakten und evtl. auch um Zusammenhänge. Jedoch wissen wir nicht, was Krieg für die Menschen bedeutet, die einen solchen erlebt haben.

Frieden hingegen wird als selbstverständlich angenommen. Dabei ist Frieden etwas, an dem alle mitarbeiten müssen.

Existierende Geschichtsbücher präsentieren oft nur eine subjektive Sichtweise der Ereignisse, nur selten eine europäische. Unser Projektprodukt sollte diese europäische Sichtweise einnehmen. Wir wollten Ereignisse der letzten 100 Jahre aus dem Bereich Krieg und Frieden aus verschiedenen europäischen Sichtweisen darstellen. Dabei sollte das Endprodukt insofern dynamisch sein, als dass weitere Perspektiven hinzugefügt werden können.

Durch das Endprodukt sollten die Teilnehmer die Erkenntnis erlangen, dass Frieden auch in Zeiten von Bedrohungen durch Terrorismus oder Finanzkrisen das höchste Gut in Europa ist. Ferner sollten sie die notwendigen Kompetenzen erlangen diesen Frieden aktiv zu erhalten und zu gestalten.

Zur Erlangung dieser Ziele sollten u. a. Zeitzeugen der Generation des 2. Weltkriegs oder Soldaten der Truppen in Afghanistan befragt werden. Ein internationaler Vergleich dieser Erlebnisse wird Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Frage was Krieg bedeutet deutlich machen.

Das Wissen über Krieg sollte im ersten Jahr des Projektes erarbeitet werden und bildete die notwendige Grundlage für das zweite Jahr, in dem es um ein gemeinsames Friedenskonzept gehen sollte. Das Wissen um andere Werte und Wertvorstellungen, eine interkulturelle Kompetenz, stand hier im Mittelpunkt.

Alle genannten Themen sind in den Curricula der Fächer Geschichte, Englisch, Politik oder Kunst in den jeweiligen Partnerländern implementiert. Das Lehr-/Lernmaterial wurde von den Partnern erarbeitet und erprobt.

Wir wollten mit dem Lehr-/Lernmaterial Schüler mit dem notwendigen Wissen und den Kompetenzen ausstatten, welches sie benötigen, um die Aufgaben des Friedens aktiv anzugehen.

Gerne würden wir die Arbeit am Projekt fortsetzen, die Aktualität der Thematik hat sich leider nicht verändert.

Ein Großteil der erarbeiteten Ergebnisse ist auf der Webseite des Projektes einsehbar.

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